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Steuerwissen

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Nachrichten und Analysen für fundierte Entscheidungen.

Verrechnungspreise: Der SII intensiviert die Prüfungen

Precios de transferencia: el SII intensifica la fiscalización

Geschäfte zwischen verbundenen Unternehmen in verschiedenen Ländern gewinnen in der Prüfungsstrategie des Servicio de Impuestos Internos (SII), der chilenischen Steuerbehörde, zunehmend an Bedeutung.

Im Jahr 2025 führte der SII 125 Verrechnungspreisprüfungen durch und erzielte dadurch Steuereinnahmen von mehr als 94 Milliarden CLP; im Durchschnitt waren das mehr als 752 Millionen CLP pro Prüfung.

Die Vorschriften verlangen, dass Geschäfte zwischen verbundenen Unternehmen zu Bedingungen erfolgen, die mit den Bedingungen zwischen unabhängigen Parteien vergleichbar sind. Konzerninterne Käufe von Waren und Dienstleistungen, Darlehen, Lizenzgebühren, Umstrukturierungen und immaterielle Vermögenswerte gehören zu den Bereichen, denen die Behörde besondere Aufmerksamkeit widmet.

Die Steuerprüfung entwickelt sich hin zu einem daten- und risikoprofilbasierten Modell. Wiederkehrende Verluste, nicht fremdübliche Margen, Transaktionen mit Niedrigsteuergebieten oder Unstimmigkeiten zwischen Finanz- und Steuerinformationen können die Wahrscheinlichkeit einer Prüfung erhöhen.

Was sollten Unternehmen überprüfen?

  • Konzerninterne Verträge und Dienstleistungen.
  • In Chile erzielte Margen und Zahlungen von Lizenzgebühren.
  • Übereinstimmung zwischen Steuererklärungen und wirtschaftlicher Substanz.
  • Darlehen, Zinssätze und Finanzierungsstrukturen.
  • Internationale Umstrukturierungen.

Bustos Tax & Legal empfiehlt, diese Aspekte vor einer möglichen Steuerprüfung zu überprüfen und eine Dokumentation vorzuhalten, die Art und wirtschaftliche Bedingungen jeder Transaktion nachvollziehbar belegt.

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Quelle: Servicio de Impuestos Internos (SII).

Schenkungen und Nachfolge: eine Chance, die Planung erfordert

Donaciones y sucesión: una oportunidad que exige planificación

Die Änderungen bei der Besteuerung von Schenkungen eröffnen Unternehmern und Familien, die eine vorweggenommene Vermögensübertragung oder eine Nachfolge planen, ein relevantes Zeitfenster.

Das Wiederaufbaugesetz sieht eine befristete Begünstigung vor, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Ermäßigung von 50 % der auf bestimmte Schenkungen entfallenden Steuer ermöglicht. Eine geringere Steuerbelastung bedeutet jedoch nicht, dass die Entscheidung ausschließlich aus steuerlicher Sicht getroffen werden sollte.

Vor der Übertragung von Gesellschaftsanteilen, Anlagen, Immobilien oder anderen Vermögenswerten ist es wesentlich, die Kontrolle über das Vermögen, die Führung der Gesellschaften, die wirtschaftlichen Rechte des Schenkers und die Beziehungen innerhalb der Familie zu analysieren.

Was sollte vor einer Schenkung geprüft werden?

  • Zusammensetzung und Bewertung des Vermögens.
  • Kontrolle und Führung von Familiengesellschaften.
  • Steuerliche Folgen und wirtschaftliche Begründung.
  • Begünstigte und Auswirkungen auf eine spätere Erbfolge.
  • Nießbrauch oder andere Rechtevorbehalte.

Eine tragfähige Vermögensstrategie sollte steuerliche, gesellschaftsrechtliche, erbrechtliche und familiäre Aspekte miteinander verbinden und sicherstellen, dass die gewählte Struktur langfristig Bestand hat.

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Quellen: Diario Financiero und Gesetzesmaterialien zum Wiederaufbaugesetz.

Senkung der Unternehmenssteuer: latente Steuern im Blick behalten

Rebaja del impuesto corporativo: atención a los impuestos diferidos

Die schrittweise Senkung der chilenischen Unternehmenssteuer (Impuesto de Primera Categoría) ist für die künftige Steuerbelastung positiv, kann jedoch zugleich bilanzielle Auswirkungen haben, die frühzeitig bewertet werden sollten.

Das Wiederaufbaugesetz sieht eine schrittweise Senkung des Unternehmenssteuersatzes vor: von 27 % im Jahr 2026 auf 25,5 % im Jahr 2027, 24 % im Jahr 2028 und 23 % ab 2029.

Verfügt ein Unternehmen über einen steuerlichen Verlust von 1 Milliarde CLP und rechnet damit, den daraus resultierenden Vorteil zu einem Steuersatz von 27 % zu nutzen, könnte der latente Steueranspruch 270 Millionen CLP betragen. Bei einem Steuersatz von 23 % würde derselbe künftige Vorteil auf 230 Millionen CLP sinken.

Diese Differenz ist bilanziell zu berücksichtigen und kann Ergebnis und Eigenkapital beeinflussen, auch wenn damit kein unmittelbarer Mittelabfluss verbunden ist.

Was sollten Unternehmen überprüfen?

  • Aktivierte latente Steueransprüche.
  • Realistische Erwartungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit.
  • Auswirkungen auf Finanzkennzahlen und Covenants.
  • Den für die Bewertung verwendeten Steuersatz.
  • Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital.

Die Senkung der Unternehmenssteuer sollte daher nicht nur unter dem Gesichtspunkt künftig niedrigerer Steuern betrachtet werden; sie kann wesentliche Anpassungen im Jahresabschluss erforderlich machen.

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Quelle: Diario Financiero, August 2026.